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Namibia

Klima

Beste Reisezeit

Der kalte Benguela-Strom hält das Küstengebiet der Wüste Namib kühl und beinahe niederschlagsfrei. Morgens ist dichter Küstennebel möglich. Im Landesinneren fällt im Sommer (Oktober - April) der meiste Niederschlag. Die Sommertemperaturen sind im Januar und Februar am höchsten. Durch die Höhenlage sind die Nächte mitunter kühl.

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens 3 freie Seiten enthalten.

Hinweis: Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Die hier bereitgestellten Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der zuständigen Botschaft oder offiziellen Regierungsstellen zu informieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen.

Achtung: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.

Visainformationen

Einreisebestimmungen & Visumpflicht:

Für die Einreise nach Namibia benötigen Staatsangehörige vieler Länder ein Visum. Die genehmigte Aufenthaltsdauer beträgt bei der Einreise in der Regel bis zu 30 Tage (mit der Möglichkeit zur Mehrfacheinreise) und kann vor Ort beim namibischen Innenministerium (Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security) auf insgesamt bis zu 90 Tage verlängert werden.

Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival) & Online-Beantragung:
Staatsangehörige zahlreicher Staaten – darunter fast alle EU-Länder (Ausnahmen: Malta und Zypern benötigen ein Visum vorab), die Schweiz, die Türkei, Großbritannien, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland – sind berechtigt, ein Visa on Arrival zu nutzen oder den Antrag vorab online einzureichen.

Das Visum bei der Ankunft kann an folgenden ausgewählten Grenzposten und Ankunftspunkten ausgestellt werden:

  • Flughäfen: Hosea Kutako International Airport (Windhoek), Walvis Bay, Lüderitz, Oranjemund
  • Seehäfen: Walvis Bay, Lüderitz
  • Landgrenzübergänge: Ariamsvlei, Impalila, Katima Mulilo, Katwitwi, Mohembo, Noordoewer, Ngoma, Oranjemund, Oshikango, Ruacana, Trans-Kalahari

Das Visum kann vorab online über das offizielle Portal mhaiss.gov.na beantragt werden. An vielen der genannten Grenzübertritte ist die Ausstellung des Visums bei der Ankunft auch ohne vorherige Online-Registrierung möglich.

Übersicht der berechtigten Länder für Visa on Arrival / E-Visum:

  • Europa & Sonstige: Ägypten, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Belgien, Belarus, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Moldau, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Österreich, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Tadschikistan, Thailand, Tschechien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Vatikanstadt, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zypern (sowie Staatsangehörige vieler afrikanischer und südamerikanischer Staaten).

Wichtiger Hinweis zur Aufenthaltsdauer:
Die bei der Einreise tatsächlich im Pass eingetragene genehmigte Aufenthaltsdauer variiert je nach Grenzbeamten. Reisende sollten den Stempel im Pass sofort bei der Einreise auf Richtigkeit prüfen und die eingetragene Anzahl der Tage gegebenenfalls direkt vor Ort reklamieren, um ungewollte Überschreitungen (Overstay) zu vermeiden.

Staatsangehörige von Ländern, die nicht für das Visa on Arrival zugelassen sind, müssen ihr Visum vor Antritt der Reise bei der zuständigen namibischen Botschaft bzw. Auslandsvertretung beantragen.

Kosten

Visumgebühren in der Übersicht:

Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival):

  • Staatsangehörige afrikanischer Staaten: 1.200 NAD
  • Sonstige Staatsangehörige (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz): 1.600 NAD
  • Kinder unter 6 Jahren: gebührenfrei (0 NAD)
  • Kinder von 6 bis 11 Jahren: 800 NAD

Gebühren bei Beantragung über Botschaften / Konsulate (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz):

  • Touristenvisum: 80 € (einmalige Einreise) bzw. 130 € (zweimalige/mehrfache Einreise)
  • Geschäftsvisum: 105 €
  • Express-Visum (Bearbeitung im Eilverfahren): 220 €

Hinweis: Für andere Visumkategorien oder Beantragungen in Drittstaaten können die Gebühren je nach Staatsangehörigkeit und Vertretung abweichen.

Visaarten und Kosten

U.a. Einreise- und Transitvisum.

Gültigkeit

Gültigkeitsdauer & Verlängerung:

Touristenvisum & Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival):

  • Erteilte Aufenthaltsdauer: Das Visum bei der Ankunft wird in der Regel für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ausgestellt (in Einzelfällen und je nach Visumkategorie bis zu 90 Tage). Touristenvisa gestatten häufig auch mehrfache Einreisen innerhalb des Gültigkeitszeitraums.
  • Verlängerung vor Ort: Eine Verlängerung des Aufenthalts auf insgesamt maximal 90 Tage pro Kalenderjahr ist möglich. Der Verlängerungsantrag sollte rechtzeitig vor Ablauf der Frist beim namibischen Innenministerium gestellt werden:
    Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security
    Casino Street / Corner of Hosea Kutako Drive, Private Bag 13200, Windhoek
    Tel.: +264 (0)61 292 21 11

Wichtiger Warnhinweis zu Visa-Überschreitungen (Overstay):
Wer die im Pass eingetragene genehmigte Aufenthaltsdauer überschreitet – selbst wenn dies unabsichtlich geschieht –, muss mit drastischen Strafen rechnen. Dies reicht von erheblichen Geldstrafen über mehrtägige Befragungen/Festnahmen an der Grenze bis hin zu mehrjährigen Einreisesperren. Kontrollieren Sie daher stets direkt bei der Einreise das im Pass eingetragene Ablaufdatum.

Je nach Reisezweck, Staatsangehörigkeit und Bequemlichkeit stehen für die Beantragung eines Visums für Namibia verschiedene Wege zur Verfügung:

  • E-Visum & Online-Beantragung (Empfohlen):
    Für kurze, vorübergehende Aufenthalte (Tourismus, Geschäftsreisen) kann das Visum vorab online über das offizielle Portal des namibischen Innenministeriums (Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security) beantragt werden: eservices.mhaiss.gov.na.
  • Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival):
    Für Staatsangehörige zugelassener Länder (u. a. Deutschland, Österreich, Schweiz) ist die Beantragung eines Visa on Arrival möglich. Dies kann entweder vorab online angemeldet werden (Visa on Arrival Portal) oder an vielen ausgewählten Grenzübergängen, Flughäfen und Seehäfen direkt bei der Einreise ohne vorherige Registrierung ausgestellt werden.
  • Klassischer Antrag über die Botschaft:
    Für Langzeitaufenthalte, spezielle Arbeitsvisa oder für Staatsangehörige von Ländern ohne Visa-on-Arrival-Berechtigung muss der Antrag weiterhin persönlich oder postalisch bei der zuständigen Konsularabteilung der namibischen Botschaft im Heimatland eingereicht werden.

Antrag erforderlich

Erforderliche Unterlagen für das Touristenvisum:

Für die Beantragung eines Touristenvisums (ob online, bei der Ankunft oder über die namibische Botschaft) müssen in der Regel folgende Nachweise und Dokumente vorgelegt werden:

  • Antragsformular: Vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Visum-Antragsformular (bzw. die Bestätigung der Online-Beantragung).
  • Passfotos: 2 aktuelle, biometrische Passfotos (bei Beantragung über die Botschaft).
  • Reisepass: Gültiger Reisepass im Original, der noch mindestens 6 Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig ist und noch mindestens 3 freie Seiten für Visa-Stempel enthält.
  • Reisedokumente: Kopie des bestätigten Hin- und Rückflugtickets bzw. der vollständigen Flugbuchung.
  • Unterkunft & Reiseverlauf: Nachweis über Hotel- und Lodge-Buchungen oder eine detaillierte Aufstellung der geplanten Reiseroute. Bei privaten Unterkünften ist ein schriftliches Einladungsschreiben der gastgebenden Person inklusive einer Kopie ihres Personalausweises bzw. Aufenthaltstitels erforderlich.
  • Finanzieller Nachweis: Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer des Aufenthalts (in der Regel durch die Kontoauszüge der letzten 6 Monate nachzuweisen).
  • Auslandskrankenversicherung: Nachweis einer für Namibia gültigen Auslandsreisekrankenversicherung mit Abdeckung von Notfall- und Rücktransportkosten.
  • Gebührennachweis: Zahlungsnachweis bzw. Überweisungsbeleg der anfallenden Visumgebühren.

Wichtiger Hinweis: Alle vorzulegenden Dokumente und Nachweise müssen in englischer Sprache verfasst sein oder zusammen mit einer beglaubigten englischen Übersetzung eingereicht werden.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

Bearbeitungszeiten bei Visumanträgen:

Die Dauer der Bearbeitung richtet sich nach der Art des Visums sowie dem gewählten Beantragungsweg:

  • Touristenvisum (Beantragung über die Botschaft): Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel ca. 2 Wochen. Bei der Botschaft in Berlin kann der Antrag im Normalverfahren innerhalb von ca. 5 Arbeitstagen bearbeitet werden; bei Nutzung des Expressverfahrens verkürzt sich die Ausstellungszeit auf ca. 2 Arbeitstage.
  • Geschäftsvisum (Genehmigungsschreiben): Das erforderliche Genehmigungsschreiben für Geschäftsreisende, das vom Innenministerium in Windhoek ausgestellt wird, benötigt in der Regel etwa 7 Konsulararbeitstage.
  • Visa on Arrival & E-Visum: Bei Online-Vorabregistrierungen sowie bei der Direktbeantragung an den zugelassenen Grenzstellen erfolgt die Ausstellung meist direkt vor Ort bzw. innerhalb weniger Werktage über das Online-Portal.

Tipp: Aufgrund von saisonal schwankendem Antragsaufkommen wird empfohlen, Visumanträge frühzeitig vor dem geplanten Reisedatum einzureichen. Detaillierte Anfragen können direkt an die zuständigen konsularischen Vertretungen gerichtet werden.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Reisende, die ihr Visum direkt bei der Einreise an den zugelassenen Grenzstellen oder Flughäfen beantragen, müssen den Einreisebeamten folgende Dokumente und Nachweise unaufgefordert vorlegen:

  • Unterkunftsnachweis: Bestätigte Buchungsunterlagen für Hotels, Lodges oder Campingplätze für die Dauer des Aufenthalts (bzw. ein formloses Einladungsschreiben mit Adressnachweis bei privaten Übernachtungen).
  • Weiter- oder Rückflugticket: Nachweis über ein bestätigtes Ausreiseticket (Rückflug- oder Weiterflugticket bzw. Nachweise zur Weiterreise auf dem Landweg).
  • Finanzielle Mittel: Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel zur Deckung der Lebenshaltungskosten während des Aufenthalts (z. B. durch aktuelle Bankauszüge, Kreditkartenabrechnungen oder Bargeld).

Hinweis: Die namibischen Einreise- und Grenzbeamten sind berechtigt, im Einzelfall weitere unterstützende Dokumente oder Angaben zum Reisezweck einzufordern.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel während des Aufenthalts.

Aufenthaltsverlängerung

Eine Verlängerung des Visums kann beim Innenministerium (Adresse s. Gültigkeitsdauer) oder bei der zuständigen namibianischen Vertretung beantragt werden.

Einreise mit Kindern

Hinweis: Alle Reisedokumente müssen mindestens zwei freie Seiten enthalten und in einwandfreiem Zustand sein.

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren).

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Minderjährige unter 18 Jahren müssen bei der Ein- und Ausreise eine internationale Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Übersetzung in englischer Sprache der Geburtsurkunde mit sich führen. In der Geburtsurkunde müssen beide Eltern aufgeführt sein. Bei Einreise von minderjährigen Kindern mit nur einem Elternteil oder ohne Eltern/Sorgeberechtigte wird eine beglaubigte Einverständniserklärung (eidesstattliche Versicherung („affidavit“) der nicht anwesenden Eltern/ Erziehungsberechtigten in englischer Spache gefordert, die u. a. die Reisepassnummer des Minderjährigen enthalten muss. Außerdem müssen eine Passkopie und die Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils vorgelegt werden. Auch ein alleiniges Sorgerecht muss ggf. nachgewiesen werden. Beglaubigungen müssen von einem namibischen Notar oder Auslandsvertretung stammen.

Allein reisende Minderjährige müssen bei Einreise außerdem die Kontaktdaten ihres Aufenthaltsorts in Namibia angeben sowie ein Bestätigungsschreiben und eine Passkopie und ggf. eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis der einladenden Person vorlegen. 

Einreise mit Haustieren

Für die Mitnahme von Hunden und Katzen nach Namibia gelten strenge veterinärmedizinische Vorschriften und Quarantänebestimmungen.

  • Einfuhrgenehmigung & Dokumente: Vor der Reise muss eine offizielle Einfuhrgenehmigung (Veterinary Import Permit) beantragt werden. Anträge sowie detaillierte Merkblätter sind bei den zuständigen namibischen Botschaften oder direkt beim namibischen Landwirtschaftsministerium erhältlich.
  • Gesundheits- & Impfnachweise: Erforderlich sind unter anderem ein gültiges europäisches Heimtierzeugnis / Impfpass mit nachgewiesener Tollwutimpfung, ein aktuelles amtlilches gesundheitliches Zeugnis vom Amtsarzt sowie ein Nachweis über eine erfolgte Entwurmung und Parasitenbehandlung.
  • Verbot in Schutzgebieten: In sämtlichen namibischen Nationalparks, Naturreservaten und staatlichen Schutzgebieten sind Haustiere zum Schutz der Wildtiere strengstens verboten.

Aktuelle Antragsformulare und Merkblätter stehen auf der offiziellen Website der Botschaft der Republik Namibia zum Download bereit.

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens 3 freie Seiten enthalten.

Hinweis: Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.

Visainformationen

Einreisebestimmungen & Visumpflicht:

Für die Einreise nach Namibia benötigen Staatsangehörige vieler Länder ein Visum. Die genehmigte Aufenthaltsdauer beträgt bei der Einreise in der Regel bis zu 30 Tage (mit der Möglichkeit zur Mehrfacheinreise) und kann vor Ort beim namibischen Innenministerium (Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security) auf insgesamt bis zu 90 Tage verlängert werden.

Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival) & Online-Beantragung:
Staatsangehörige zahlreicher Staaten – darunter fast alle EU-Länder (Ausnahmen: Malta und Zypern benötigen ein Visum vorab), die Schweiz, die Türkei, Großbritannien, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland – sind berechtigt, ein Visa on Arrival zu nutzen oder den Antrag vorab online einzureichen.

Das Visum bei der Ankunft kann an folgenden ausgewählten Grenzposten und Ankunftspunkten ausgestellt werden:

  • Flughäfen: Hosea Kutako International Airport (Windhoek), Walvis Bay, Lüderitz, Oranjemund
  • Seehäfen: Walvis Bay, Lüderitz
  • Landgrenzübergänge: Ariamsvlei, Impalila, Katima Mulilo, Katwitwi, Mohembo, Noordoewer, Ngoma, Oranjemund, Oshikango, Ruacana, Trans-Kalahari

Das Visum kann vorab online über das offizielle Portal mhaiss.gov.na beantragt werden. An vielen der genannten Grenzübertritte ist die Ausstellung des Visums bei der Ankunft auch ohne vorherige Online-Registrierung möglich.

Übersicht der berechtigten Länder für Visa on Arrival / E-Visum:

  • Europa & Sonstige: Ägypten, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Belgien, Belarus, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Moldau, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Österreich, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Tadschikistan, Thailand, Tschechien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Vatikanstadt, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zypern (sowie Staatsangehörige vieler afrikanischer und südamerikanischer Staaten).

Wichtiger Hinweis zur Aufenthaltsdauer:
Die bei der Einreise tatsächlich im Pass eingetragene genehmigte Aufenthaltsdauer variiert je nach Grenzbeamten. Reisende sollten den Stempel im Pass sofort bei der Einreise auf Richtigkeit prüfen und die eingetragene Anzahl der Tage gegebenenfalls direkt vor Ort reklamieren, um ungewollte Überschreitungen (Overstay) zu vermeiden.

Staatsangehörige von Ländern, die nicht für das Visa on Arrival zugelassen sind, müssen ihr Visum vor Antritt der Reise bei der zuständigen namibischen Botschaft bzw. Auslandsvertretung beantragen.

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Thu, 17 Sep 2026 15:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 17 Sep 2026 15:46:03 +0200)

Letzte Änderungen: 

Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr

Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Sicherheit

Terrorismus

  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Die politische Lage in Namibia gilt als stabil. Dennoch:

  • Meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Eigentumsdelikte können in ganz Namibia vorkommen, insbesondere in Windhuk und in abgelegenen Gebieten. Es sind Überfälle auf Reisende durch teils schwer bewaffnete Kriminelle bekannt. Dabei werden auch Touristenunterkünfte (auch Campingplätze) gezielt ins Visier genommen.
In Windhuk ereignen sich Raubüberfälle vor allem an Sonn- und Feiertagen, wenn weniger Menschen unterwegs sind (z.B. auf Spaziergänger am Stadtrand wie Farm Windhuk, Avis Damm und Lovers Hill, aber auch mitten in der Innenstadt).
Vereinzelt wurden Reisende nach Übernahme eines Mietwagens gezielt vom Flughafen bis zu ihrer Unterkunft verfolgt, durch Ablenkungen (z.B. Hinweis auf einen angeblichen technischen Defekt) zum Anhalten gebracht und ausgeraubt. Dabei wurden u.a. Fahrzeuge mit Regierungskennzeichen benutzt. 
Bei Nutzung von Taxis, in denen sich ausser dem Fahrer bereits andere Personen befinden, besteht ein erhöhtes Risiko für Überfalle bzw. Diebstähle. 
Reisende sind aufgrund der mitgeführten Kameraausstattung etc. bevorzugte Opfer von Raubüberfällen; auch Kreditkartenbetrug kommt häufig vor. 

  • Unternehmen Sie Spaziergänge, auch in der Innenstadt von Windhuk, möglichst ohne Wertsachen und Fotoausrüstung sowie ohne grosse Taschen/Rucksäcke; seien Sie im Stadtrandgebiet von Windhuk besonders vorsichtig.
  • Vermeiden Sie Spaziergänge in der Dunkelheit.
  • Seien Sie bei Fahrten im Land auch bei kurzen Zwischenstopps vorsichtig.
  • Übernachten Sie nur in bewachten Unterkünften bzw. auf bewachten, offiziell registrierten Campingplätzen.
  • Verriegeln Sie Fahrzeugtüren immer, behalten Sie Wertsachen auf Busreisen im Blick und lassen Sie sie in Fahrzeugen auch während der Fahrt nicht sichtbar liegen.
  • Halten Sie nur an Tankstellen und belebten Rastplätzen an, an denen sich auch andere Personen befinden. Im Notfall rufen Sie die Polizei unter 10111.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf und führen Sie Kopien von Pass und Visum an anderer Stelle Ihres Gepäcks mit sich, speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Verstauen Sie Ihr Gepäck immer in Ihrem Kofferraum.
  • Lassen Sie Ihre Wertsachen auch in Ihrer bewachten Unterkunft bzw. auf bewachten Campingplätzen nicht offen liegen.
  • Nutzen Sie keine Taxis, in denen sich weitere Fahrgäste befinden und lassen Sie keine unbekannten Fahrgäste ins Taxi zusteigen.
  • Nehmen Sie Wertsachen stets im Handgepäck mit und lassen Sie sich nicht überreden, diese im aufzugebenden Gepäck zu befördern.
  • Nutzen Sie keine Geldautomaten auf offener Strasse; geben Sie stattdessen Geräten in Einkaufszentren, Supermärkten oder Banken den Vorzug und lassen Sie sich nie von Fremden beim Geldabheben beobachten oder dabei helfen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Vor allem im September und Oktober kann es aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen zu Buschbränden kommen. Auch in Tourismusgebieten muss mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur gerechnet werden.

Insbesondere Gebiete im Norden Namibias zwischen der Etosha-Pfanne und der angolanischen bzw. sambischen Grenze können in der Regenzeit von Januar bis April von Überschwemmungen betroffen sein. Strassen können dann nur eingeschränkt nutzbar sein. 

Trockenflussbetten („Rivières") im ganzen Land können sich in der Regenzeit in kürzester Zeit zu reissenden Flüssen entwickeln.

  • Erkundigen Sie sich vor Reisen z.B. beim namibischen Tourismusbüro oder landeskundigen Reiseveranstaltern zu möglichen Beeinträchtigungen.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen.
  • Befolgen Sie Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

In Namibia herrscht Linksverkehr. Das Strassennetz ist gut ausgebaut; bis auf die Hauptverkehrsstrassen handelt es sich hauptsächlich um Schotterpisten. Das Unfallrisiko von Überlandfahrten wird oft unterschätzt. Die Entfernung plötzlich auftauchender Wildtiere zum eigenen Kfz ist oft schwer einzuschätzen. Übermüdung, Unkonzentriertheit oder kurze Ablenkung können insbesondere wegen des sehr geringen Verkehrsaufkommens zu schweren Verkehrsunfällen führen. Rettungssanitäter erreichen in abgelegenen Gebieten die Unfallstelle z. T. erst nach Stunden, was bei schweren Verletzungen lebensgefährlich sein kann. 

Es muss stets mit gefährlichen Überholmanövern auch in nicht einsehbaren Streckenabschnitten gerechnet werden. Taxis wechseln zur Aufnahme von Passagieren oft plötzlich und völlig unberechenbar Fahrtrichtung und -spur. 

Lokale Mietwagenfirmen statten Mietwagen in der Regel mit einem GPS-Gerät („GPS-Tracker") aus, das es erlaubt, die gefahrene Strecke und Geschwindigkeit des Fahrzeugs jederzeit nachprüfen zu können. Schon bei geringfügiger Geschwindigkeitsübertretung erlischt bei einigen Mietwagenfirmen bzw. Versicherungen jeglicher Versicherungsschutz.

Im Schadensfall haben Versicherungen lokaler Mietwagenfirmen die Beweislast des Öfteren umgekehrt: vom Versicherten wurde der Nachweis verlangt, Schäden nicht fahrlässig verursacht zu haben. Dies kann weitreichende Folgen bis hin zu einer strafrechtlichen Verfolgung und Verhaftung haben.

Die Treibstoffversorgung in den Lodges der staatlichen Namibia Wildlife Resorts (NWR) ist nicht gewährleistet.

  • Achten Sie immer und insbesondere vor Fahrten in den Etosha Nationalpark und andere abgelegene Regionen auf die für Ihre geplante Reiseroute notwendige Treibstoffmenge. Berücksichtigen Sie hierbei auch den ggf. durch Klimaanlage, Strassenverhältnisse, etc. erhöhten Verbrauch.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Dunkelheit.
  • Fahren Sie direkt nach Ankunft am Flughafen keine weiten Strecken mit einem Mietwagen.
  • Leisten Sie bei Verkehrsdelikten keine Sofortzahlung von Bussgeldern, sondern steuern Sie dazu die nächstgelegene Polizeistation an.
  • Prüfen Sie die vollständigen Vertragsbedingungen genau und hinterfragen Sie Unklarheiten bei der Anmietung von Fahrzeugen/beim Abschluss von Versicherungen.
  • Mieten Sie Fahrzeuge möglichst nur von einem Autovermieter, der Mitglied der namibischen Vereinigung der Autovermieter - CARAN – ist.
  • Kontrollieren Sie Bremsen, Reifenzustand, etc. vor Fahrtantritt auf Zuverlässigkeit und überprüfen Sie, ob Werkzeug und Wagenheber mit an Bord sind.
  • Seien Sie bei Fahrten auf Schotterpisten besonders vorsichtig; führen Sie möglichst zwei Reserveräder mit (Gefahr von Reifenpannen).
  • Achten Sie generell und insbesondere bei Fahrten in den Etosha Nationalpark und anderen abgelegenen Regionen stets auf eine ausreichende Treibstoffversorgung.
  • Kontaktieren Sie im Fall eines Unfalls unmittelbar Ihre Mietwagenfirma und/oder rufen Sie den MVA Fund unter der Nummer 9682, um den Unfall zu melden und Ambulanz etc. anzufordern. Nähere Informationen zum Verhalten bei einem Unfall.

Besuch von Nationalparks im Norden und Grenzgebiet zu Angola

Die namibische Regierung hat in den Nationalparks im Norden Namibias die offiziellen Massnahmen zur Bekämpfung der Wilderei intensiviert.

Die Grenze zu Angola ist an verschiedenen Stellen gar nicht oder nur durch einen niedrigen Drahtzaun markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die namibische oder angolanische Grenzpolizei, Geldbusse und/oder Haftstrafe rechnen.

  • Erkundigen Sie sich bei Einfahrt in einen Nationalpark ausdrücklich nach Aktivitäten der Anti Poaching Units (APU) und eventuell nach gesperrten Wegen.
  • Verhalten Sie sich im Fall eines Zusammentreffens mit Einheiten der APU, welche nicht immer in Uniformen auftreten, zurückhaltend.
  • Seien Sie im Grenzbereich vorsichtig und überschreiten Sie die Grenze nicht.

Führerschein

Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Offen gelebte Homosexualität gilt in Namibia als unerwünschtes Verhalten. 2024 wurde ein Gesetz, dass gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen Männern durch das sog. "Sodomie-Verbot" unter Strafe stellte, durch den Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig und ungültig erklärt; die namibische Regierung legte Berufung gegen die Entscheidung ein.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden höchstrichterlich als verfassungsgemäss anerkannt. Regierung und Parlament haben allerdings das Ehegesetz (Marriage Act 2024) so angepasst und verabschiedet, dass gleichgeschlechtliche Ehen (auch wenn diese ausserhalb Namibias geschlossen wurden) nicht anerkannt werden. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Es gibt besondere Bestimmungen für den Besitz von und Handel mit Edelsteinen, Waffen, Munition und dergleichen sowie den Handel mit Drogen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der namibische Dollar (NAD). Daneben wird im Alltag auch der südafrikanische Rand (ZAR) als Zahlungsmittel akzeptiert. Beide Währungen sind im Verhältnis 1:1 aneinandergekoppelt. Geldabhebungen sind mit allen gängigen Kreditkarten sowie Debitkarten (Girocard, Maestro) möglich.

  • Lassen Sie sich Bankkarten für den Gebrauch im südlichen Afrika freischalten.
  • Behalten Sie aufgrund zahlreicher Betrugsfälle möglichst während des gesamten Zahlungsvorgangs Ihre Karte im Auge, verlangen Sie in Restaurants ein mobiles Kartenlesegerät oder begleiten Sie das Personal zur Kasse.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:

Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein und noch mindestens drei freie Seiten enthalten. Sie müssen in einwandfreiem, unbeschädigten Zustand sowie gut lesbar sein.

In Einzelfällen kam es zu Problemen mit den Einreisebehörden am Flughafen und an den Grenzen auf dem Landweg, da die Gültigkeitsdauer von Einreisesichtvermerken willkürlich festgelegt wurde. 

Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.

  • Achten Sie bei der Einreise auf die Übereinstimmung erteilter Aufenthaltserlaubnisse mit dem Reisezeitraum, siehe auch Visum.

Weiterreise nach Südafrika mit Kinderreisepässen

Bei der Weiterreise mit Kindern nach Südafrika sind die geltenden Einreisebestimmungen unbedingt zu beachten, da ansonsten die Einreise durch die südafrikanischen Grenzbeamten verwehrt wird. Weitere Informationen bieten die Reise- und Sicherheitshinweise Südafrika - Reisedokumente.

Visum

Seit April 2025 können deutsche Staatsangehörige zu touristischen Zwecken nur mit gültigem Visum nach Namibia einreisen. Dieses Visum wird mit einer Gültigkeit von 90 Tagen erteilt und berechtigt im Regelfall zur mehrfachen Einreise (sog. „multiple entry"). 

Folgende Arten der Visumsbeantragung stehen zur Verfügung:

  1. „Visa on Arrival" (als Online-Visum): Das namibische Innenministerium empfiehlt, das Visum vor Reisebeginn online als E-Visum zu beantragen.
  2. „Visa on Arrival" (bei Einreise): Informationen zu einer Visumserteilung bei Einreise sowie zu den Grenzübergängen, an denen diese möglich ist, finden sich im Factsheet des namibischen Innenministeriums.
  3. Visumsbeantragung bei der namibischen Botschaft in Berlin.

In allen anderen Fällen - auch für Geschäftsreisen oder unbezahlte Tätigkeiten wie Praktika, Studienaufenthalte, Freiwilligendienste etc. - ist ein Visum erforderlich, das frühzeitig vor Einreise beantragt werden muss. Der Antrag kann online oder direkt bei der namibischen Botschaft gestellt werden. 

Journalisten benötigen für eine Tätigkeit in Namibia ein Arbeitsvisum sowie unter Umständen eine - am besten vor der Einreise - beim namibischen „Ministry of Information and Communication Technology" einzuholende Akkreditierung. Die Genehmigungsdauer beträgt bis zu vier Wochen. Ansprechpartner für diesbezügliche Fragen und Anträge ist die Botschaft der Republik Namibia.

Einreise via Südafrika

Bei der Einreise nach Namibia von Südafrika aus gelten besondere Einreisebestimmungen. Jedes Überziehen eines Visums führt zur Erklärung zur unerwünschten Person und zu einer Einreisesperre. Für die Ein- und Durchreise mit minderjährigen Kindern sind das Mitführen einer internationalen Geburtsurkunde, aus der die Eltern ersichtlich sind, sowie gegebenenfalls einer Einverständniserklärung des nicht begleitenden Elternteils oder eines Nachweises des alleinigen Sorgerechts erforderlich. Detaillierte und verbindliche Informationen bietet die zuständige südafrikanische Auslandsvertretung.

Minderjährige

Unter Verweis auf die Einreisebestimmungen benachbarter Länder ist es derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu prüfen. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind.

Erforderlich ist eine internationale Geburtsurkunde bzw. gegebenenfalls eine beglaubigte englische Übersetzung.

Unbegleitete minderjährige Kinder benötigen zur Ein- und Ausreise die Zustimmung beider Elternteile (ein „Affidavit" in englischer Sprache), dass das Kind alleine reisen darf. Die beglaubigten Kopien der Reisepässe beider Elternteile müssen dem Affidavit angeheftet werden.
Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss ausserdem nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung "Affidavit", Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils) bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).

Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen neben der Geburtsurkunde des Kindes eidesstattliche Versicherungen, Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen.

Alleinreisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben einschliesslich Kontaktdaten und Wohnanschrift, eine Passkopie und gegebenenfalls eine Kopie der namibischen Aufenthaltserlaubnis derjenigen Person vorlegen, zu der sie in Namibia reisen.

Eidesstattliche Versicherungen bedürfen der Beglaubigung durch einen „Commissioner of oaths" (in Namibia), einen Notar oder eine namibische Auslandsvertretung.

Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienststellen können nicht ausgeschlossen werden. Detaillierte und verbindliche Informationen sind beim namibischen Ministry of Home Affairs and Immigration oder der für den Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung erhältlich.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 50.000 USD möglich, muss ab einem Betrag von 5.000 NAD jedoch bei Einreise deklariert werden.
Die Ausfuhr ist für Reisende auf den Betrag begrenzt, der eingeführt wurde.
Für Reisen zwischen den Mitgliedsstaaten der Southern African Customs Union SACU (Botsuana, Eswatini, Lesotho, Namibia und Südafrika) gibt es keine Beschränkungen. 

Jagdwaffen müssen bei der Einreise an einem speziell eingerichteten Schalter im Gepäckabholbereich des Flughafens vorgezeigt werden. Die Nummer jeder Waffe wird in ein dort ausliegendes Antragsformular eingetragen. Aufgrund des Antrags wird dann sofort eine zeitlich begrenzte Waffenlizenz für Namibia erteilt. Die Einfuhr von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Ein gültiger Jagdschein des Heimatlandes ist nicht erforderlich: Ausländische Jäger dürfen nur zusammen mit einem namibischen, staatlich lizenzierten Jagdführer bzw. Berufsjäger jagen. Dieser beschafft für die Jäger die nötige Jagderlaubnis vom namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus. 

Ausfuhrbestimmungen

Bei der Ausfuhr von Antiquitäten und Souvenirs sind die Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) zu beachten. Produkte aus in Annex I zu diesem Übereinkommen aufgeführten Tieren dürfen nicht aus Namibia ausgeführt werden. Dies gilt auch, wenn sie in Schmuck oder Kleidung eingearbeitet sind (z. B. Elefantenhaarschmuck). Eine Ausfuhr von Produkten aus Tieren, die in Annex II aufgeführt sind, kommt möglicherweise mit einer entsprechenden Genehmigung in Frage. Hierüber sollten sich Reisende vor dem Kauf durch Rückfrage bei den namibischen Behörden oder beim deutschen Zoll vergewissern. Die Erteilung einer Ausfuhrgenehmigung aus Namibia beinhaltet nicht automatisch die Einfuhrgenehmigung nach Deutschland. Nähere Informationen bietet CITES. 

Tiere

Die Einreise mit Tieren ist nur mit entsprechender Einreisegenehmigung möglich. Die Veterinary Association of Namibia hat dazu weitere Informationen zusammengestellt. 

Gesundheit

Impfschutz

Pflichtimpfungen: 

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Namibia selbst ist kein Gelbfiebergebiet.

Reiseimpfungen:

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Meningokokken-Impfung und Cholera-Impfung sind in der Regel nicht notwendig.

Standardimpfungen:

Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäss Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein. 

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Namibia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Ausserhalb der grossen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den grossen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor. 

  • Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
  • Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmässig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
  • Schliessen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.

Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüsser übertragene Erkrankungen

Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:

  • Ganzjährig hohes Risiko: im Norden und Nordosten des Landes (Provinz Zambezi/Caprivi Streifen; östlicher Teil der Provinz Kavango East; nördlicher Teil der Provinz Kavango West; östlicher Teil der Provinz Ohangwena)
  • Saisonal hohes Risiko von September bis Mai: Übrige Teile des nördlichen Drittels des Landes (Ausnahmen s. o.), einschl. des Etosha-Nationalparks und grosser Teile der Provinz Kunene; die Städte Grootfontein, Okakarara, Ondangwa, Outapi und Tsumeb. Hinweis: Im Jahr 2025 und 2026 wurde in einigen Gebieten im Norden und Nordosten des Landes ein starker Anstieg der Malariafälle beobachtet
  • Saisonal mittleres Risiko von Juni bis August: Übrige Teile des nördlichen Drittels des Landes (Ausnahmen s. o.), einschl. des Etosha-Nationalparks und grosser Teile der Provinz Kunene; die Städte Grootfontein, Okakarara, Ondangwa, Outapi und Tsumeb. Hinweis: Im Jahr 2025 und 2026 wurde in einigen Gebieten im Norden und Nordosten des Landes ein starker Anstieg der Malariafälle beobachtet
  • Ganzjährig mittleres Risiko: westliche Regionen der Provinz Kunene (Ausnahmen s. o.)
  • Ganzjährig geringes Risiko: Rest des Landes (Ausnahmen s.o./u.)
  • Malariafrei: südliche Landeshälfte inklusive Windhuk, Namib-Wüste, gesamte Küstenregion

 

  • Schützen Sie sich insbesondere in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmässig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
  • Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmässigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.

Durch Zecken kann das afrikanische Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, sowie selten Krim-Kongo-Fieber übertragen werden. 

  • Schützen Sie sich bei naturnahen Aufenthalten im Freien vor Zecken. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten.

Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene

Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Namibia wurde Poliomyelitis (cVDPV-2) nachgewiesen.

  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
  • Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
  • Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe tätig sind.

Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen 

In Namibia besteht ein Risiko für Mpox und Tuberkulose; das Risiko für Meningokokken-Erkrankungen ist sehr gering. Diese Erkrankungen werden i.d.R. durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. 

  • Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser. Meiden Sie engen Hautkontakt.
  • Beachten Sie lokale Warnungen.
  • Es gibt keine Reiseimpfempfehlung zum Schutz vor Mpox. Lassen Sie sich unabhängig von einer Reise bzgl. einer Mpox-Impfung ärztlich beraten, wenn Sie die Kriterien der STIKO für eine Impfung erfüllen.
  • Eine Meningokokken-Impfung ist i.d.R. nicht empfohlen. In besonderen Situationen (Ausbruch oder einfacher Reisestil mit engen sozialen Kontakten) kann sie dennoch sinnvoll sein. 

HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich. 

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.

Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen 

Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann und vorrangig im Nordosten/ Caprivi auftritt. Krim-Kongo-Fieber kann neben der Übertragung durch Zecken auch durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Blut oder Fleisch) übertragen werden. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor. 

  • Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
  • Sollten Sie von einem Tier gebissen werden, begeben Sie sich in ärztliche Betreuung.
  • Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.
  • Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.

Weitere Gesundheitsgefahren

Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süsswasser übertragen werden kann und vor allem im Norden des Landes (Provinzen West-Kavango, Ost-Kavango und Sambesi) vorkommt. Auch in fliessenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.

  • Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab. 

Insbesondere in grossen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Ggf. weitere Hinweise zu Brandsaison oder anderweitiger Saisonalität.

  • Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.

Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.

  • Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmassnahmen.

Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen. 

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.

Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.

 

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

 

 

Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Namibia.

824.292 qkm.

2.540.905 (UNO Schätzung 2020).

2,7 pro qkm.

Hauptstadt

Windhoek.

Geographie

Namibia liegt im südwestlichen Afrika. Das überwiegend karge Land grenzt im Norden an Angola, im Osten an Botswana und im Süden an Südafrika, der Sambesi (ehemals Caprivi-Zipfel), eine schmale Landzunge im Nordosten des Landes, grenzt an Sambia und Simbabwe. Der 1280 km lange Küstenstreifen ist einer der eindruckvollsten der Welt. Die riesigen Wanderdünen der Namib-Wüste an der Küste erstrecken sich 80-130 km landeinwärts (bedecken damit 15% der gesamten Landesfläche). Die Ausläufer eines von Nord nach Süd verlaufenden Plateaus senken sich nach Osten zur Kalahari-Wüste hin ab. Im Nordwesten erheben sich die 66.000 qkm umfassenden Kaokoveld-Berge, tiefer im Landesinneren erstreckt sich die riesige Etoscha-Pfanne. Gras- und Buschland umgibt diesen flachen, oft ausgetrockneten Salzsee, der Heimat zahlloser Wildtiere ist. Das Etoscha-Tierreservat ist eines der schönsten Afrikas und von Menschenhand fast völlig unangetastet.

Regierung

Republik (im Commonwealth) seit 1990. Verfassung von 1990. Parlament: Nationalversammlung mit 72, Nationalrat mit 26 Mitgliedern. Die Direktwahl des Staatsoberhauptes findet alle 5 Jahre statt. Namibia wurde als letzte Kolonie Afrikas 1990 unabhängig (ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, seit 1920 von Südafrika verwaltet).

Staatsoberhaupt

Netumbo Nandi-Ndaitwah, seit März 2025.

Regierungschef

Elijah Ngurare, seit März 2025.

Elektrizität

220 V, 50 Hz, dreipolige Stecker. Adapter erforderlich, die im Land erhältlich sind. In Weltreise-Stecker-Sets befindet sich gewöhnlich kein Stecker für Namibia.

Regierungschef

Elijah Ngurare, seit März 2025.

Übersicht

Namibia ist ein Land im südlichen Afrika, dessen Antlitz von riesigen Felsenschluchten, brennend heißen Wüsten und den Wracks halb versunkener Schiffe an der Skelettküste bestimmt wird. Die Tierwelt Namibias ist beeindruckend – von den legendären Wüstenpferden der Namib bis hin zu den seltenen Wüstenelefanten und Spitzmaulnashörnern im Norden.

Namibia ist im Wesentlichen ein Wüstenstaat, dessen Name so viel wie „Ort, wo nichts ist“ bzw. „Land der großen Weite“ bedeutet. Von den riesigen roten Sanddünen in Sossusvlei und den versteinerten Bäumen im Deadvlei bis hin zum gigantischen Fish River Canyon bietet das Land eine epische Weite und Stille.

Der Norden Namibias bildet einen grünen Kontrast zur Wüste mit dichtem Buschland und üppiger Vegetation. Der Etosha-Nationalpark mit seiner riesigen Salzpfanne zählt zu den herausragenden Safari-Zielen Afrikas, wo Elefanten, Löwen, Nashörner und Giraffen an den Wasserlöchern beobachtet werden können. Historische Einflüsse, deutsche Kolonialarchitektur sowie Städte wie Windhoek und Swakopmund verleihen dem Land seinen ganz eigenen Charakter.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die meisten internationalen Besucher erreichen Namibia über den Hosea Kutako International Airport (WDH), etwa 45 km östlich von Windhoek. Der Flughafen Walvis Bay (WVB) wird ebenfalls international angeflogen (hauptsächlich Verbindungen ab Kapstadt und Johannesburg).

Direktverbindungen aus dem deutschsprachigen Raum:

Discover Airlines (4Y) bietet Direktflüge von Frankfurt/Main sowie saisonal von München nach Windhoek (Hosea Kutako) an. Zubringerflüge nach Frankfurt oder München stehen u. a. mit Lufthansa (LH) ab zahlreichen deutschen Flughäfen, mit Swiss (LX) ab Zürich und Genf sowie mit Austrian Airlines (OS) ab Wien zur Verfügung.

Umsteigeverbindungen & weitere Fluggesellschaften:

Verbindungen mit Zwischenstopp werden u. a. angeboten von:

  • Ethiopian Airlines (ET) via Addis Abeba (ab vielen europäischen Flughäfen),
  • South African Airways (SA) und Airlink (4Z) via Johannesburg oder Kapstadt,
  • Qatar Airways (QR) via Doha (teils in Codeshare-Kooperationen),
  • TAAG Angola Airlines (DT) via Luanda sowie regional mit FlyNamibia (WV).

Flugzeiten

Flugdauer:
Frankfurt/M. – Windhoek: ca. 10 Std. 15 Min. (nonstop);
München – Windhoek: ca. 10 Std. 30 Min. (nonstop, saisonal);
Zürich – Windhoek: ab ca. 12 Std. 10 Min. (mit Umstieg);
Wien – Windhoek: ab ca. 13 Std. 05 Min. (mit Umstieg).

Windhoek Hosea Kutako International Airport (WDH) liegt 42 km östlich von Windhoek (Fahrtzeit: 35 Min.). Bank, Post, Autovermietung, Duty-free-Shops, Bars, Restaurants. Airportbusse und Taxis stehen zur Verfügung. Busse halten an allen großen Hotels in Windhoek.

Ausreisegebühr

Keine.

 

Anreise mit dem Pkw

Die angrenzenden Nachbarländer Angola, Botswana, Südafrika und Sambia sind von Namibia aus gut über den Landweg erreichbar. Die Grenzübergänge sind über gut ausgebaute Strassen angebunden und für Reisende mit gültigen Reisedokumenten in der Regel problemlos zu passieren.

Beliebte Grenzrouten:

  • Südafrika: Johannesburg – Windhoek (über Nakop/Ariamsvlei) sowie Kapstadt – Namibia (über Vioolsdrif/Noordoewer).
  • Botswana: Verbindung über den Trans-Kalahari-Highway (Mamuno/Buitepos).
  • Sambia: Verbindung im Nordosten über den Grenzübergang Katima Mulilo.

Fernbusse:
Regelmässige Fernbusverbindungen (u. a. Nachtbusse von Intercape) verkehren zwischen Windhoek und südafrikanischen Metropolen wie Kapstadt und Johannesburg. Weitere internationale Busverbindungen bestehen nach Botswana und Sambia.

Maut & Strassengebühren:
In Namibia gibt es zwar kein Mautsystem mit Mautstellen auf den Strassen, für ausländische Fahrzeuge (z. B. bei der Einreise mit einem Mietwagen aus Südafrika) wird an den Grenzen jedoch eine Strassennutzungsgebühr (Cross-Border Road User Charge) erhoben.

Fahrtdokumente & Führerschein:
Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung) gesetzlich vorgeschrieben und wird bei Polizeikontrollen sowie von Autovermietungen verlangt.

Anreise mit der Bahn

Es gibt im regulären Fahrplan keine internationalen Passagierzugverbindungen nach Namibia. Der grenzüberschreitende Zugverkehr auf den Strecken zwischen Windhoek und Kapstadt bzw. Johannesburg ist eingestellt; für diese Verbindungen müssen Reisende auf Fernbusse zurückgreifen.

Exklusive Luxuszüge:
Der Luxuszugbetreiber Rovos Rail bietet mehrmals im Jahr mehrtägige All-inclusive-Zugreisen zwischen Südafrika und Namibia an (u. a. auf der spektakulären Route zwischen Pretoria und Walvis Bay nahe Swakopmund). Diese mehrtägigen Bahnreisen sind mit umfangreichen Ausflugsprogrammen kombiniert.

Anreise mit dem Schiff

Häfen: Der wichtigste und modernste Tiefseehafen Namibias befindet sich in Walvis Bay (Walfischbucht). Einen weiteren, kleineren Hafen besitzt Lüderitz.

Schiffsverbindungen: Es gibt keine regulären internationalen Passagier- oder Fährverbindungen nach Namibia. Walvis Bay und Lüderitz werden jedoch im Rahmen von internationalen Kreuzfahrten regelmässig von Passagierschiffen angefahren.

Kreuzfahrtschiffe

Namibia ist kein klassisches Ganzjahres-Kreuzfahrtziel, jedoch laufen verschiedene Expeditions- und Luxuskreuzfahrtschiffe auf Routen entlang der westafrikanischen Küste regelmäßig die Häfen Walvis Bay und Lüderitz an.

Weltreisen & Passagen ab Europa:
Auf mehrwöchigen Teilstrecken oder Weltreisen legen unter anderem Schiffe von AIDA und Phoenix Reisen (ab Hamburg bzw. Bremerhaven) sowie Cunard (ab Southampton) Zwischenstopps in Namibia ein.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Drehkreuze für den nationalen Flugverkehr sind die beiden Flughäfen Windhoeks: der internationale Hosea Kutako International Airport (WDH) sowie der stadtnah gelegene Regionalflughafen Eros Airport (ERS).

Linienflüge im Inland:
FlyNamibia bietet regelmäßige Inlandsverbindungen ab dem Flughafen Eros zu Zielen wie Ondangwa, Katima Mulilo, Rundu und Lüderitz an. Da manche Strecken nicht täglich bedient werden, empfiehlt sich eine genaue Abstimmung des Reiseplans mit den aktuellen Flugplänen.

Safari-Shuttles & Charterflüge:
Spezielle Safari-Shuttleflüge verbinden Windhoek direkt mit touristischen Highlights wie Sossusvlei, Swakopmund oder der Etosha-Region. Zudem steuern kleine Charterflugzeuge abgelegene Lodges, private Schutzgebiete und unbefestigte Landepisten im ganzen Land an. Inlandsflüge verkürzen die Fahrzeiten erheblich, sind jedoch deutlich teurer als Mietwagenreisen und unterliegen auf Kleinflugzeugen oft strengen Gepäckbeschränkungen (z. B. Weichgepäck-Pflicht).

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz Namibias umfasst rund 42.000 Kilometer und verbindet sämtliche Ortschaften sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Selbstfahrer-Rundreisen mit dem Mietwagen sind daher eine der beliebtesten Möglichkeiten, Namibia zu erkunden.

Straßenverhältnisse & Fahrzeugwahl:
Während die Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut und meist asphaltiert sind, bestehen viele Nebenstrecken aus Schotter-, Kies- oder Sandpisten (Gravel Roads). Ein Fahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit (z. B. ein SUV) ist dringend zu empfehlen. Für abgelegene Regionen oder Strecken durch tiefen Sand ist ein Allradfahrzeug (4x4) unerlässlich.

Klassische Selbstfahrer-Route:
Eine der populärsten Rundreisen führt von Windhoek nach Norden zum Etosha-Nationalpark, weiter nach Westen Richtung Twyfelfontein und zur Skelettküste, anschließend entlang der Küste nach Walvis Bay und Swakopmund sowie im Landesinneren zu den Sanddünen von Sossusvlei, bevor es zurück nach Windhoek geht.

Maut:
In Namibia gibt es keine mautpflichtigen Straßen im Inlandsverkehr.

Tankstellen & Bezahlung:
In größeren Ortschaften und entlang der Hauptverkehrsachsen stehen ausreichend Tankstellen zur Verfügung. Da die Distanzen im ländlichen Raum sehr groß sein können, sollte jede Gelegenheit zum Volltanken genutzt werden. Beachten Sie, dass an abgelegeneren Tankstellen oft nur Barzahlung möglich ist.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Strassen

Straßennetz & Zustand:
Rund 5.400 Kilometer des gesamten Straßennetzes sind asphaltiert. Gute Teerstraßen verbinden Windhoek mit den wichtigsten Zentren wie Swakopmund, Walvis Bay, Keetmanshoop, Otjiwarongo sowie mit der Grenze zu Südafrika. Das ländliche Straßennetz und die Pisten in den Nationalparks bestehen größtenteils aus Schotter, verfestigtem Sand oder Salz.

Fahrbedingungen & Pisten (Gravel Roads):
Hauptpisten werden zwar regelmäßig instand gehalten und von Spurrillen befreit, sodass sie meist auch mit normalen PKW gut befahrbar sind. Dennoch muss jederzeit mit Schlaglöchern, Sandverwehungen, tiefen Rillen und losem Splitt gerechnet werden. Nach Regenfällen können Schotterpisten stellenweise rutschig oder unpassierbar werden. Abseits der Hauptverkehrsachsen ist ein Allradfahrzeug (4x4) dringend ratsam.

Gefahren & Nachtfahrten:
Da viele Straßen nicht eingezäunt sind, überqueren Wild- und Nutztiere häufig die Fahrbahn – besonders in den Dämmerungsstunden (Morgengrauen und Abenddämmerung). Nachtfahrten sollten wegen der stark eingeschränkten Sicht, unbeleuchteter Hindernisse und des extrem hohen Risikos von Wildunfällen generell vermieden werden.

Stassenklassifizierung

Strassenkategorien in Namibia:

Das Strassennetz ist in vier Hauptkategorien unterteilt:

  • B-Strassen (Trunk Roads): Asphaltierte Fernstrassen und Hauptverkehrsachsen, wie beispielsweise der Trans-Kalahari-Highway.
  • C-Strassen (Main Roads): Wichtige Verbindungsstrassen, die meist aus gut gepflegten Schotterpisten bestehen, stellenweise aber auch asphaltiert sind.
  • D-Strassen (District Roads): Regio- und Bezirksstrassen, die in der Regel unbefestigte Schotter- oder Sandpisten sind und eine vorsichtige Fahrweise erfordern.
  • M-Strassen (Metropolitan Roads): Innerstädtische Hauptstrassen und Verbindungen im urbanen Raum.

Autovermietung

Mietwagenangebot & Standorte:
Mietwagen sind in Windhoek, Walvis Bay sowie direkt am Hosea Kutako International Airport (WDH) bei zahlreichen internationalen und lokalen Anbietern erhältlich.

Empfohlenes Fahrzeug:
Während viele Standardrouten in der Trockenzeit auch mit einem normalen PKW befahrbar sind, wird für Routen abseits der Hauptachsen sowie für ländliche Schotterpisten ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit (z. B. SUV) dringend empfohlen. Für Fahrten in abgelegene Regionen oder durch tiefen Sand ist ein Allradfahrzeug (4x4) unerlässlich.

Mietbedingungen & Mindestalter:
Das gesetzliche Mindestalter zum Autofahren liegt bei 18 Jahren. Die meisten Autovermietungen verlangen jedoch ein Mindestalter von 21 bis 23 Jahren (bei grossen 4x4-Geländewagen oft 25 Jahre) sowie den Besitz des Führerscheins seit mindestens einem bis zwei Jahren. Für Fahrer unter 25 Jahren erheben viele Vermieter vor Ort eine zusätzliche Jungfahrergebühr.

Erforderliche Dokumente:
Neben dem nationalen Führerschein (Scheckkarte) verlangen Autovermieter und Polizeikontrollen zwingend das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung).

Taxi

Taxis:
In grösseren Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay stehen Taxis flächendeckend zur Verfügung. Die meisten Fahrzeuge verfügen über keine Taxameter, weshalb der Fahrpreis zwingend vor Beginn der Fahrt vereinbart werden sollte.

Sicherheitshinweis zu Taxis:
Aus Sicherheitsgründen sollten Reisende niemals in ein Taxi einsteigen, in dem sich ausser dem Fahrer bereits andere Fahrgäste befinden (Sammeltaxis/Shared Taxis). Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass unterwegs keine fremden Personen hinzusteigen.

Fahrdienst-Apps (Ride-Hailing):
In Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay stehen zudem app-basierte Fahrdienste wie Yango, LEFA und Bolt zur Verfügung. Diese bieten feste Tarife, Ortung per GPS und gelten als besonders sichere und bequeme Alternative für Stadtfahrten.

Fahrrad

Fahrradtouren & Mieträder:
In touristischen Zentren und Städten wie Swakopmund oder Windhoek werden organisierte Fahrradtouren sowie Mieträder (u. a. Mountainbikes und Fatbikes für Wüstentouren) angeboten.

Bedingungen & Praktikabilität:
Während Mountainbiking und geführte Abenteuertouren sehr beliebt sind, eignet sich das Fahrrad aufgrund der enormen Distanzen, der extremen Hitze am Tag und der spärlichen Versorgungsinfrastruktur kaum als alltägliches Transportmittel für Überlandstrecken.

Sicherheit im Strassenverkehr:
Autofahrer in Namibia sind grundsätzlich an Radfahrer gewöhnt. Auf unbefestigten Schotterpisten (Gravel Roads) ist jedoch wegen des losen Untergrunds, Staubentwicklung und schlechterer Sichtverhältnisse erhöhte Vorsicht geboten.

Reisebus

Fernbusse (Intercape):
Die komfortablen und preiswerten Fernbusse von Intercape verbinden Windhoek regelmäßig mit den wichtigsten Städten des Landes – darunter Swakopmund, Walvis Bay, Keetmanshoop, Otjiwarongo, Grootfontein und Katima Mulilo. Zudem werden grenzüberschreitende Strecken nach Südafrika, Botswana, Sambia und Simbabwe bedient.

Sammeltaxis & Minibusse (Combis):
Lokale Minibusse (vor Ort als Combis bekannt) bieten zusätzliche Verbindungen zwischen Städten und kleineren Orten. Sie verkehren ohne festen Fahrplan und fahren meist erst ab, wenn alle Sitzplätze belegt sind.

Organisierte Bustouren:
Lokale Reiseveranstalter bieten zudem geführte Rundreisen und mehrtägige Bustouren im Reisebus durch die verschiedenen Regionen Namibias an.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:

  • Linksverkehr: In Namibia gilt Linksverkehr.
  • Anschnallpflicht: Es besteht Gurtpflicht für alle Fahrzeuginsassen (vorne und hinten).
  • Promillegrenze: Der zulässige Blutalkoholwert liegt bei 0,5 ‰ (0,05 %).
  • Telefonieren am Steuer: Die Nutzung von Mobiltelefonen ohne Freisprecheinrichtung ist während der Fahrt strikt untersagt.
  • Kindersicherheit: Kinder müssen in geeigneten Kindersitzen bzw. dem Alter und der Größe entsprechenden Rückhaltesystemen gesichert werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  • Innerorts (Schul- & Wohngebiete): max. 60 km/h
  • Außerorts & Schotterpisten (Gravel Roads): max. 80 bis 100 km/h (aus Sicherheitsgründen und wegen Rutschgefahr wird auf Schotter maximal 80 km/h dringend empfohlen)
  • Asphaltierte Fernstraßen (Tarred Roads): max. 120 km/h
  • National- & Wildparks: max. 60 km/h (oder wie lokal beschildert)

Pannenhilfsdienst

Hilfe bei Pannen & Notfällen:

Mietwagen-Pannen:
Bei Unfällen oder Pannen mit dem Mietwagen ist immer die Autovermietung der erste Ansprechpartner. Die meisten Mietwagenanbieter stellen eine 24-Stunden-Notfallnummer bereit oder organisieren im Bedarfsfall einen Abschlepp- und Bergungsdienst.

ADAC-Notruf & Partnerclub:
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet Mitgliedern sowie Inhabern eines Auslandskranken- und Unfallschutzes rund um die Uhr Unterstützung (Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22; medizinische Notfälle: Tel. +49 (0)89 76 76 76).
Partnerclub vor Ort ist der Automobilverband von Namibia (AA Namibia) in Windhoek (Tel. +264 (0)61 22 42 01, 24/7-Notfall-Hotline: +264 (0)81 555 9432).

Sicherheits- & Kommunikationstipps für abgelegene Routen:
In ländlichen und abgelegenen Regionen Namibias ist die Mobilfunkabdeckung oft sehr eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Reisende sollten abgelegene Strecken keinesfalls ohne ausreichende Vorräte (insbesondere reichlich Trinkwasser und Reservekraftstoff) befahren. Es wird dringend empfohlen, Angehörige oder die Unterkunft vorab über die geplante Reiseroute und Ankunftszeit zu informieren.

Dokumentation

Führerschein & Dokumentenpflicht:

Fahrzeugführer müssen in Namibia stets ihren gültigen nationalen Führerschein im Original mitführen.

  • Internationaler Führerschein: Da der nationale (deutsche/europäische) Führerschein nicht in englischer Sprache ausgestellt ist, ist das zusätzliche Mitführen eines Internationalen Führerscheins gesetzlich vorgeschrieben. Dieser ist nur in Kombination mit dem nationalen Originalführerschein gültig.
  • Englische Übersetzung: Sollte kein Internationaler Führerschein vorliegen, akzeptieren Behörden und Autovermietungen alternativ eine offiziell beglaubigte englische Übersetzung des nationalen Führerscheins.
  • Fahrzeug- & Versicherungsunterlagen: Bei Kontrollen sowie Mietwagenfahrten müssen zudem die Fahrzeugzulassung (Vehicle Registration Documents) und der Nachweis über den Versicherungsschutz stets im Fahrzeug mitgeführt werden.

Unterwegs in der Stadt

Zu Fuß durch das Stadtzentrum:
Das Zentrum von Windhoek rund um die Independence Avenue lässt sich gut zu Fuß erkunden, da viele historische Sehenswürdigkeiten (wie die Christuskirche, die Tintenpalast-Gärten oder das Alte Feste-Museum) nahe beieinander liegen. Wegen des hügeligen Stadtgebiets, der hohen Temperaturen sowie zur eigenen Sicherheit bei Dämmerung und Dunkelheit sind für längere Strecken jedoch Verkehrsmittel zu empfehlen.

Taxis & Fahrdienst-Apps:
Für Wege außerhalb des unmittelbaren Zentrums stehen Taxis zur Verfügung. Neben regulären Straßentaxis sind in Windhoek vor allem app-basierte Fahrdienste wie Yango, LEFA und Bolt eine sichere, bequeme und transparente Wahl mit Festpreisen. Bei gewöhnlichen Taxis sollte der Fahrpreis mangels Taxameter vor Fahrtantritt vereinbart werden.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Schienennetz & Personenzugverkehr:
Namibia verfügt zwar über ein umfangreiches Streckennetz, das von der staatlichen Eisenbahngesellschaft TransNamib betrieben wird, die regulären Passagierverbindungen sind jedoch sehr stark eingeschränkt. Der Großteil des Schienenverkehrs besteht aus Gütertransporten. Für Touristen und Rundreisende ist der reguläre Zugverkehr daher keine praktische Option, um das Land zu bereisen – als Hauptverkehrsmittel dienen Straßen (Mietwagen, Fernbusse) oder Inlandsflüge.

Erlebnis- & Luxuszüge:

  • Desert Express: Der einst beliebte Erlebniszug Desert Express, der auf der Panoramastrecke zwischen Windhoek und Swakopmund verkehrte, ist bis auf Weiteres eingestellt.
  • Rovos Rail: Exklusive Bahnreisen werden gelegentlich im Rahmen von mehrtägigen Luxuskreuzfahrten auf Schienen durch den Anbieter Rovos Rail von Südafrika aus durchgeführt.

Hinweis: Bahninteressierte Reisende sollten sich vor der Reiseplanung unbedingt über den aktuellen Betriebsstatus lokaler Zugverbindungen informieren.

Unterwegs mit dem Schiff

Küstenschifffahrt & Fähren:
Namibia verfügt über kein reguläres Passagier- oder Fährnetz entlang seiner Atlantikküste. Trotz der langen Küstenlinie bestehen keine Fahrverbindungen auf dem Seeweg zwischen Städten oder Küstenorten. Die Häfen in Walvis Bay (Tiefseehafen) und Lüderitz (kleinerer Hafen) dienen primär dem Frachtverkehr sowie der Zwischenstation für internationale Kreuzfahrtschiffe.

Bootsausflüge & Exkursionen:
Schiffs- und Bootsfahrten werden ausschließlich als touristische Ausflüge angeboten, nicht als Transportmittel:

  • Walvis Bay & Lüderitz: Katamaran- und Bootsfahrten zur Beobachtung von Robben, Delphinen, Pelikanen und Wüstentieren (z. B. auf der Lagune von Walvis Bay).
  • Caprivi-Streifen / Sambesi-Region: Flusskreuzfahrten, Safaris und Ausflüge auf dem Chobe- und Sambesi-Fluss im Nordosten nahe Katima Mulilo.
  • Sportangeln & Bootverleih: Angebot von geführten Angel- und Charta-Touren an verschiedenen Küsten- und Flussabschnitten.

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Die medizinische Versorgung in den städtischen Bereichen liegt weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In allen grösseren Orten findet man Krankenhäuser und Apotheken. Die Ärzte stehen im Telefonbuch unter "Medical Practioners".

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion sollten unbedingt mitgenommen werden. Serum gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche sollte u. U. mitgeführt werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus einem der von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Es wird ebenfalls keine Impfbescheinigung verlangt, wenn in einem Land der Infektionszone zwischengelandet wurde, und dort der Transitraum nicht verlassen wurde bzw. der Aufenthalt im Transit mehr als 12 Stunden gedauert hat. Personen, die auf Verlangen keine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorlegen können, müssen sich einer 6-tägigen Quarantäne unterziehen oder werden ins Herkunftsland zurückgeschickt.
Bei Kindern unter 9 Monaten und Frauen im ersten Drittel einer Schwangerschaft wird nicht auf einer Impfbescheinigung bestanden.

[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[4] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig im Norden und Nordosten des Landes (Sambesi/Caprivi-Streifen, Kavango-West, Kavango-Ost, Ohangwena). Ein hohes Malaria-Risiko besteht von Oktober bis April regional im Nordosten von Namibia (in den nordöstlichen Teilen der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. Städte Grootfontein und Tsumeb). Im Nordosten der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. den Städten Grootfontein und Tsumeb besteht von Mai bis September ein mittleres Risiko. Ein mittleres Risiko besteht ganzjährig in den restlichen nördlichen Regionen einschl. Kunene, Omusati, Oshana sowie in den weatlichen Anteilen von Oshikoto, Otjozondjupa (im südlichen Teil), Omaheke und dem Etosha Nationalpark. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes. Als malariafrei gelten Windhuk, die Küste, die Namib-Wüste und die Gebiete um und südlich von Mariental. 

Über 99 % vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica).
Für die Malariaprophylaxe sind generell langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel empfohlen. In den Gebieten mit hohem Malaria-Risiko sollte man zusätzlich medikamentös einer Malaria-Infektion vorbeugen. 

[5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.

[6]
 Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

[7] Eine Impfung gegen Thypus wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition empfohlen.

Essen und Trinken

Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

 

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

 

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. 

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen, v.a. im Caprivi-Streifen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.

HIV/Aids ist weit verbreitet. Namibia hat eine der höchsten HIV/Aids-Raten der Welt. HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch die Tse-Tse-Fliege übertragene Schlafkrankheit tritt sehr selten bei Reisenden auf, sporadisch im Norden (Caprivi-Streifen). Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
 

Geld

Währung

1 Namibia-Dollar = 100 Cent. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Der Namibia-Dollar ist an den Südafrikanischen Rand gebunden, der ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert wird.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Visa, Mastercard, American Express und Diners Club werden akzeptiert. Tankstellen akzeptieren nur Bargeld. Es kann auch an Geldautomaten mit der Kreditkarte (vor allem Visa und Maestro) Geld abgeholt werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

Bankkarten
 
Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Die Bankkundenkarte kann bei einigen Banken verwendet werden (u. a. Standard Bank, Nedbank).

Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland
Aus der Girocard wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben.
 
Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Regel in Namibia nicht mehr akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr, Sa 08.30-12.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist ab einem Gegenwert von 5.000 N$ deklarationspflichtig. Die Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 50.000 US$ eingeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis in Höhe der eingeführten, deklarierten Beträge gestattet.

Bei Reisen zwischen den SACU-Staaten Botsuana, Namibia, Lesotho, Südafrika und Swasiland bestehen keinerlei Ein- und Ausfuhrbeschränkungen.

Währungen

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Englisch (7%). Afrikaans (60%) ist Umgangssprache. Deutsch (32%) ist verbreitet; zahlreiche afrikanische Sprachen wie Ovambo und Herero werden ebenfalls gesprochen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Namibia eingeführt werden:

200 Zigaretten und 20 Zigarren und 250 g Tabak (Personen ab 18 J.);
2 l Wein und 1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
50 ml Parfüm und 250 ml Eau de Toilette;
Geschenke im Wert bis zu 5.000 N$ (jedoch keine Fernsehgeräte).

Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äussere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.

Weitere Informationen sind vom namibischen Zoll erhältlich.

Kommunikation

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl von Namibia ist 00264.

Mobiltelefon

Mobilfunknetz & Netzabdeckung:
In Namibia stehen moderne 3G- und 4G-Mobilfunknetze zur Verfügung. In Windhoek, allen größeren Städten sowie entlang der Hauptverkehrsstraßen ist der Empfang generell sehr gut. In abgelegenen Wüsten- und Schutzgebieten sowie auf entlegenen Farmstraßen kann die Netzabdeckung jedoch lückenhaft sein oder ganz fehlen.

Netzbetreiber & SIM-Karten (SIM-Registrierung):
Die beiden Hauptnetzbetreiber des Landes sind MTC und Telecom Namibia (TN Mobile).

  • Prepaid-SIM-Karten: Für Urlauber empfiehlt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM-Karte (z. B. direkt am Flughafen Windhoek Hosea Kutako oder in den Filialen der Betreiber).
  • Registrierungspflicht: Für die Aktivierung einer SIM-Karte ist in Namibia eine gesetzliche Registrierung unter Vorlage eines gültigen Reisepasses oder Ausweisdokuments zwingend erforderlich.
  • Roaming & Mietgeräte: Internationale Roaming-Abkommen mit europäischen Betreibern bestehen. Mobiltelefone oder Satellitentelefone können für Fahrten in sehr entlegene Gebiete vor Ort gemietet werden.

Weitere Informationen zu Tarifen und Netzabdeckung finden Sie direkt bei den Anbietern: MTC Namibia und Telecom Namibia.

Internet

WLAN & Wi-Fi-Verfügbarkeit:
Internetzugang über WLAN ist in Unterkünften, Hotels, Safari-Lodges, Gästefarmen, Restaurants und Cafés in Windhoek und anderen größeren Städten weit verbreitet.

  • Hotels & Lodges: Die meisten Unterkünfte und touristischen Camps bieten ihren Gästen kostenfreies WLAN an. In entlegeneren Regionen kann die Verbindung jedoch langsamer oder weniger stabil sein. Einige Lodges beschränken das kostenfreie WLAN bewusst auf Gemeinschaftsbereiche (z. B. Rezeption oder Restaurant) oder verlangen eine geringe Gebühr.
  • Öffentliche Hotspots & Flughäfen: Öffentliche WLAN-Hotspots (z. B. von Telecom Namibia) stehen unter anderem am internationalen Flughafen Hosea Kutako (WDH) sowie im Besucherzentrum einiger Nationalparks zur Verfügung.

Tipp: Wer auch während Überlandfahrten oder in abgelegeneren Gebieten auf stabiles Internet angewiesen ist, sollte das mobile Internet über eine lokale Prepaid-SIM-Karte nutzen.

Post

Postkarten nach Europa sind ca. 1 bis 2 Wochen unterwegs. Briefmarken sind meist direkt an den Rezeptionen größerer Hotels und Lodges erhältlich. Für den zügigen Versand von Dokumenten empfiehlt sich die Nutzung internationaler Kurierdienste (wie DHL oder NamPost Courier).

Medien

Namibia verfügt über eine vielfältige und vergleichsweise freie Medienlandschaft, die sowohl staatliche als auch zahlreiche private Zeitungen, Radio- und Fernsehsender umfasst. Die Pressefreiheit wird verfassungsrechtlich geschützt und gilt im afrikanischen Vergleich als vorbildlich.

  • Gedruckte Tageszeitungen: Zu den führenden englischsprachigen Tageszeitungen gehören The Namibian (unabhängig) und New Era (staatlich). Die Allgemeine Zeitung (AZ) erscheint in deutscher Sprache und ist die älteste Tageszeitung des Landes.
  • Rundfunk & Fernsehen: Die staatliche Rundfunkanstalt Namibian Broadcasting Corporation (NBC) betreibt nationale Fernseh- und Radioprogramme in verschiedenen Landessprachen. Daneben gibt es eine breite Palette kommerzieller und lokaler Community-Radiosender.
  • Digitale Medien: Online-Nachrichtenportale und soziale Medien gewinnen als Informationsquellen – insbesondere bei der jüngeren und städtischen Bevölkerung – rasch an Bedeutung.

Einkaufen

Überblick

In der Hauptstadt gibt es eine Auswahl eleganter Geschäfte. Einheimisches Kunstgewerbe kann man in Spezialgeschäften oder auf dem Windhoek-Strassenmarkt erstehen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einige grössere Supermärkte haben auch sonntags von 11.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr geöffnet.

Kulinarisches

Übersicht

Kulinarischer Mix & Deutsche Einflüsse:
Die Küche Namibias spiegelt das vielfältige kulturelle Erbe des Landes wider und vereint indigene afrikanische Kochtraditionen mit starken deutschen und südafrikanischen Einflüssen. Deutscher Einfluss zeigt sich bis heute in zahlreichen Bäckereien, Konditoreien und Restaurants, die frisches Brot, Brötchen, Apfelstrudel, Schwarzwälder Kirschtorte, Wurstwaren und Schnitzel anbieten. Auch namibisches Bier wird bis heute nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.

Fleisch & Küstenspezialitäten:
Fleisch spielt in der namibischen Küche eine zentrale Rolle – insbesondere Rind, Lamm und heimische Wildfleischsorten (wie Kudu, Oryx, Zebra oder Springbock). Eine beliebte Spezialität ist Biltong (würziges, luftgetrocknetes Dörrfleisch) sowie Rauchfleisch. An den Küstenorten Walvis Bay und Lüderitz stehen zudem fangfrischer Fisch, Muscheln und Austern auf dem Speiseplan.

Traditionelle Küche im ländlichen Raum:
In den ländlichen Regionen basieren traditionelle Mahlzeiten meist auf Grundnahrungsmitteln wie Maisbrei (Mahangu / Pap), Hirse oder Sorghum, serviert mit Eintöpfen, Gemüse oder Fleisch.

Vegetarische & Vegane Ernährung:
In größeren Städten wie Windhoek und Swakopmund sowie in gehobenen Safarilodges bieten Restaurants und Unterkünfte eine gute Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten. In abgelegenen Regionen und kleineren Raststätten ist das Angebot fleischfreier Alternativen jedoch eingeschränkt. Vegetarisch oder vegan reisenden Gästen wird daher empfohlen, Sonderwünsche bei Lodges und Unterkünften vorab anzumelden.

Regionale Spezialitäten

Typische Gerichte & Kulinarische Spezialitäten:

  • Kapana: In kleine Stücke geschnittenes Rindfleisch, das über offenem Feuer gegrillt und traditionell mit scharfen Gewürzen, Chili und frischer Salsa serviert wird – der beliebteste Streetfood-Klassiker auf Märkten.
  • Potjiekos: Ein traditioneller, langsam geschmorter Eintopf aus Fleisch und Gemüse, der stundenlang in einem dreibeinigen Gusseisentopf (Potjie) über offenem Feuer zubereitet wird.
  • Mahangu: Perlhirse, das Hauptnahrungsmittel im Norden Namibias, das meist als fester Brei gekocht und zu Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten gereicht wird.
  • Oshifima: Ein fester Brei aus Mahangu oder Maismehl (Pap), der als Beilage zu traditionellen Eintöpfen dient.
  • Biltong: Luftgetrocknetes, würzig mariniertes Dörrfleisch aus Rind oder Wild. Es gilt als der beliebteste Snack des Landes und ist überall erhältlich.
  • Wildfleisch (Game Meat): Hochwertiges Wildfleisch wie Oryx (Gemsbock), Kudu, Zebra oder Springbock steht auf fast allen Speisekarten von Restaurants und Lodges – ob als Zartes Steak, Eintopf oder Wurst.
  • Boerewors: Eine gewürzte, schneckenförmig aufgerollte Bratwurst, die traditionell auf dem Braai (Holzkohlengrill) zubereitet und mit Maisbrei oder Brot serviert wird.
  • Meeresfrüchte & Küstenspezialitäten: Der kühle Atlantik liefert Seehecht, Kalmare und Krabben. Walvis Bay und Lüderitz sind besonders berühmt für frische Zuchtaustern.
  • Deutsche Backwaren: Bäckereien und Cafés – vor allem in Windhoek und Swakopmund – bieten Brote, Brötchen, Apfelstrudel und Schwarzwälder Kirschtorte nach deutscher Backtradition an.

Getränke & Lokale Spezialitäten:

  • Windhoek Lager & Tafel Lager: Die bekanntesten Biere Namibias. Windhoek Lager wird strikt nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Tafel Lager ist ein weiteres sehr beliebtes Traditionsbier.
  • Neuras-Wein: Ein einzigartiger Wüstenwein, der auf dem entlegenen Weingut Neuras am Rande der Namib-Wüste aus Trauben extrem arider Anbaugebiete gekeltert wird.
  • Ombike: Ein traditioneller, klarer Schnaps aus dem Norden Namibias, der aus vergorenen Wildfrüchten destilliert wird.

Trinkgeld

Trinkgeld & Servicegebühren:

Trinkgeld ist in Namibia üblich und wird als Anerkennung für guten Service sehr geschätzt, liegt jedoch stets im eigenen Ermessen des Gastes.

  • Gastronomie & Restaurants: ein Trinkgeld von ca. 10 % des Rechnungsbetrags üblich, sofern in der Rechnung nicht bereits ausdrücklich eine Servicepauschale (Service Charge) enthalten ist.
  • Tankstellen: An Tankstellen wird der Kraftstoff von Servicepersonal getankt (Selbstbedienung ist unüblich). Ein kleines Trinkgeld von ca. 5 bis 10 NAD (bzw. ZAR) für das Personal – insbesondere wenn auch die Scheiben gereinigt oder der Reifendruck geprüft werden – ist üblich.
  • Parkwächter & Gepäckträger: Auf öffentlichen Parkplätzen und vor Supermärkten kümmern sich oft inoffizielle oder offizielle Parkwächter um die Fahrzeuge. Hier sind 5 bis 10 NAD angemessen. Gepäckträger im Hotel oder am Flughafen erhalten üblicherweise 10 bis 20 NAD pro Gepäckstück.
  • Safaris & Lodges: Bei geführten Safaris und in Lodges erhalten Guides, Tracker und das Lodge-Personal häufig Trinkgeld am Ende des Aufenthalts (oft über eine zentrale Tip Box an der Rezeption oder direkt an den Guide).

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

18 Jahre

Kultur

Religion

Christen (80-90%, davon mindestens 50% Lutheraner) und Naturreligionen (10-20%).

Soziale Verhaltensregeln


Trinkgeld: 10% sind üblich.

Landesdaten

Vorwahl

+264

Fläche(qkm)

825,615

Bevölkerung

3.15 million

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

3.8 per km sq

Bevölkerung im Jahr

2026

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

10111